besserMobil in der Oststeiermark
Ergebnisse und Maßnahmen einer Online-Befragung | persönliche Interviews Testfahrer:innen in der Region
Helfen Sie mit, die Mobilität in der Oststeiermark zu verbessern, indem Sie uns Einblick geben, wie sie in Ihrem Alltag unterwegs sind.
Wir wollen wissen, wie Sie Ihre täglichen Wege zurücklegen, womit Sie dabei zufrieden sind und was sich verbessern sollte.
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Dieser Einladung der Regionalentwicklung Oststeiermark folgten 874 Personen in der Region. Aufbauend darauf folgten 77 persönliche Interviews wobei 13 Testfahrer:innen in den Genuss kamen, den öffentlichen Verkehr und den Bedarfsverkehr SAM gratis zu nutzen. Die große Bereitschaft der Teilnahme wurde mit Sammeltaxi Oststeiermark Gutscheinen, 8-Städte-Einkaufsgutscheinen und 2 Klimatickets belohnt.
„UNSER ZIEL IST EIN FUNKTIONIERENDES GESAMTSYSTEM ALLER OSTSTEIRISCHEN MOBILITÄTSANGEBOTE WIE BUS, BAHN, SHARING, RAD, BEDARFS- SOWIE FUSSVERKEHR.“ -Mag.a Daniela Adler, MBA – Geschäftsführung Regionalentwicklung Oststeiermark
Ergebnisse aus Umfragen, Interviews und Testfahrten
Die meisten Wege werden von den Befragten zu Fuß oder mit dem PKW (lenkend und mitfahrend) zurückgelegt. Zudem wird auch oft das Fagrrad für Wege genutzt. Etwa die Hälfte der Befragten nützt zudem den öffentlichen Verkehr. Der PKW, das Rad, öffentliche Verkehrsmittel und „zu Fuß gehen“ wird für alle Wegezwecke unterschiedlich genutzt. Beim Arbeitsweg liegt der PKW knapp vor dem Umweltverbund (Rad, Fuß, Bus/Bahn). Schul- und Ausbildungswege sowie Wege für Freizeit und Sport werden bevorzugt mit Öffis erledigt, wobei am Wochenende ein besseres Angebot gewünscht wird. Einkäufe, Transporte sowie Abhol- und Bringfahrten werden vermehrt mit dem PKW gemacht.
30 % der Autofahrer:innen würden auch den öffentlichen Verkehr nutzen, jedoch fehlt eine passende Alternative bezüglich Verfügbarkeit, Taktung und Fahrtzeit zum PKW. Der Bedarfsverkehr SAM ist bei den Nutzer:innen sehr beliebt, wobei das Taxi eher als Notlösung gesehen wird.
Das größte Interesse gilt den öffentlichen Verbindungen, öffentliches Parken sowie guten Rad- und Gehwegen und Park & Ride Anlagen.
Betreffend den motorisierten Individualverkehr sind die Menschen zufrieden, wobei die Fahrzeugkosten für die Menschen spürbar sind. Sichere und durchgängige Rad- und Gehwege zwischen Ortsteilen und in Ortskernen werden gewünscht. Bezüglich SAM sind bessere Übergänge zu anderen Bedarfsverkehren, zum Beispiel BAST oder FLUX gewünscht. Zudem wird ein langfristiger Betrieb gefordert, da ohne Bedarfsverkehr die Mobilitätsorganisation ohne ein eigenes Auto nicht mehr funktioniert.
Die Bereitschaft zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens hängt unmittelbar mit einer besseren Infrastruktur, den Angeboten, den Zugang zum PKW (Führerschein, Einkommen), den Veränderungen in den Lebensquasen (Pension, Familiengründung) und externen Faktoren wie Teuerung oder Klimaschutz zusammen.
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Ableitende Maßnahmen für die Region
Damit Menschen zum öffentlichen Verkehr wechseln, muss die Erreichbarkeit der Haltestellen gegeben sein. Da 2/3 der Oststeirer:innen keine Öffi-Haltestelle in zumutbarer Gehzeit zur Verfügung haben, ist eine Verbesserung der Infrastruktur hinsichtlich Rad- und Gehwege sowie Bedarfsverkehre als Zu- und Abbringer zu Öffi-Haltepunkten notwendig. Auch die Qualität dieser Haltestellen ist von Bedeutung, betreffend Beleuchtung, Überdachung und Absperrmöglichkeiten etc.
Damit diese an die Bedürfnisse der Menschen angepassten Haltepunkte auch angenommen werden, braucht es eine Beschleunigung und Verdichtung des öffentlichen Verkehrs. Entlang von Hauptachsen wie zum Beispiel zwischen Weiz, Hartberg, Birkfeld, Gleisdorf und Fürstenfeld aber auch aus entlegenen Gebieten zu Zentren in der Region.
Wo Bus und Bahn nicht fahren, braucht es Bedarfsverkehre, welche Menschen zu bzw. von Haltestellen wegbringen. Diese Bedarfsverkehre müssen bei Bus-Bahn-Bim oder ÖBB Scotty auch mit beauskunftet werden und im Zuge eines Ticketkaufs integriert sein.
Damit Menschen vermehrt zu Fuß oder mit dem Rad mobil sein können,müssen sichere und durchgängige Rad- und Gehwege zwischen Ortsteilen oder von neuen Siedlungen in den Ortskern vorhanden sein. Ergänzend zum eher verkehrsplanerisch gestaltetem, öffentlichen Personennahverkehr wie Bus und Bahn entlang der Hauptachsen, gibt es zahlreiche Mobilitätsangebote in der Region, die sich nach dem Bedarf der Menschen orientieren. Um diese Angebote den Menschen einfacher zugängig zu machen, braucht es eine überregionale Plattform auf der das Gesamtangebot ersichtlich ist, beauskunftet wird und auch gebucht werden kann.
„Es gibt viele Mobilitätsangebote in der Region wie Bus, Car- oder Bikesharing, Bedarfsverkehre und vieles mehr. Aus den Ergebnissen von besserMobil werden wir in der Region Maßnahmen umsetzen, damit diese Angebote den Bedürfnissen der Menschen entsprechen und so zu einer erhöhten Nutzung führen.“ – Roland Sumper, MA – Projektleiter Mobilität und Naturraum
Zitate Nutzer:innen
„Ich kann Ziele, d.h. Bekannte, Freunde, Erholungsziele erreichen, was mir sonst nicht möglich wäre, weil ÖV-Verbindungen dorthin fehlen bzw. die Fahrt mit dem Taxi zu teuer wäre.“
„Für mich ist das SAM sinnvoll, da die Busse und Züge hier oft in größeren Zeitabständen fahren und ich dann in diesen Zeiten im Vergleich zu einem Taxi kostengünstig an mein Ziel komme.“
„SAM ist mit Kombination von Zügen oder Bussen von Vorteil, wenn man weiter weg von den gängigen Bahnhöfen wohnt. SAM ist günstiger als ein Taxi. Eine SAM-Haltestelle ist direkt bei unserem Wohnort.“
„Der Vorteil ist, dass ich mir Zeit spare, wenn ich die Kinder nicht bringen oder abholen muss, da ich ja immer die doppelte Wegstrecke fahren muss.“
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Download Endbericht besserMobil Oststeiermark: hier klicken!
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Kontakt für Rückfragen:
Roland Sumper, MA
Regionalentwicklung Oststeiermark GmbH
Gleisdorfer Straße 43, 8160 Weiz
sumper@oststeiermark.at
+43 664 12 42 025
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Verkehrsressorts des Landes Steiermark gefördert und des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes unterstützt.
Fotocredit Gruppenfoto: KLZ / Kammerer